Wichtigste Resultate 

In der Referenzliste finden Sie die Titel der unten genannten publizierten Arbeiten.

Die wichtigsten Erkenntnisse bis anhin lassen sich in zwei Gruppen zuordnen: Lungenfunktionstechnik und Asthma bronchiale.

Lungenfunktionstechnik

Dank der Studie konnten wir neue Lungenfunktions-Techniken für Säuglinge im natürlichen Schlaf entwickeln und mittlerweile Normalwerte für diese Altersgruppe veröffentlichen (Ref. 2,3,4,6,7,9,11,16,17). Wir sind dadurch zu einem weltweit anerkannten Säuglings - Lungenfunktionslabor geworden und haben diese Techniken der klinischen Anwendung näher gebracht. Wir konnten zeigen, dass Lungenfunktionen bei Säuglingen auch ohne Schlafmittel durchgeführt werden können und dass die Resultate sehr verlässlich sind. Mittlerweilen sind diese Messmethoden auch in anderen internationalen Zentren versucht und bestätigt worden. Zusätzlich haben wir die Verlässlichkeit unserer Lungenfunktionstechniken mithilfe eines Lungenmodells getestet (Ref. 23) und sind auf dem Weg, neue Techniken von Lungenfunktionsmessungen im Säuglingsalter anzuwenden (Ref. 24).

Asthma bronchiale

Säuglinge, die immer wieder zu Asthma und Bronchitis neigen, haben nicht nur eine Tendenz zu vermehrter  Atemwegsverengung, sondern auch veränderte Atemwegs- oder Bronchialwände (Ref.1). Dies ist wichtig für die richtige Wahl der Medikamente bei kranken Säuglingen.

Bei der Lungenfunktion der Kinder haben wir unter anderem auch Stickoxid (NO) in der Ausatmungsluft Ihres Kindes gemessen. Das Stickoxid wird von den Atemwegen selber produziert und ist in der Ausatmungsluft erhöht, wenn die
Atemwege entzündet sind. Das war bisher vor allem bei erwachsenen Asthmatikern bekannt. Nun haben wir erstmals auch Stickoxid-Werte bei jungen Säuglingen. Erste Daten zeigen, dass Säuglinge im 1. Lebensjahr mit hohen Stickoxidwerten in der Ausatmungsluft in der Folge mehr Atemwegssymptome haben. Diese Messungen zeigten erstmals, dass Umweltfaktoren (Rauchen) schon sehr früh die Entwicklung der Säuglingslunge beeinflussen können (Ref. 10). Ausserdem erlauben uns diese Messungen in Zukunft, Risikokinder, welche häufiger Atemwegsprobleme entwickeln, früher zu erfassen. Somit konnten wir zeigen, dass mütterliches Rauchen einen Einfluss auf das Stickoxid in der Ausatmungsluft des Säuglings hat (Ref.7,10).

Erste Daten zeigen auch, dass dieser Einfluss bei Kindern von Müttern, welche selber Allergien und Asthma haben, noch wesentlich grösser ist. Offensichtlich kommt es schon in der Schwangerschaft oder im 1. Lebensmonat zu einer Beeinflussung der Säuglingslunge durch die indirekte Tabakexposition und durch die Luftschadstoffbelastung
während der Schwangerschaft (Ref. 16).

In den Untersuchungen zu Viren in den Atemwegen der gesunden Säuglinge zeigte sich, dass bestimmte Viren, nämlich Rhinoviren, häufig in den Atemwegen gesunder Säuglinge vorkommen. Nur etwa die Hälfte der Kinder mit Rhinovirennachweis zeigten zu diesem Zeitpunkt auch Krankheitssymptome (Ref.24).

Weiter konnten wir in unserer Arbeitsgruppe Daten über die Säuglingslungenfunktion und Atemwegssymptome ehemaliger Frühgeborener veröffentlichen (Ref.26).