Ziele und Bedeutung der Studie

Mit der BILD-Studie versuchen wir herauszufinden, ob es genetische, immunologische oder lungenfunktionelle Biomarker gibt, die uns schon kurz nach der Geburt voraussagen können, welche Kinder später ein Asthma entwickeln werden und welche Kinder speziell empfindlich für Luftschadstoffe sind. Um frühe vorbeugende oder therapeutische Massnahmen für diese Risikokinder zu entwickeln, sind solche Beobachtungsstudien im frühen Kindesalter wichtig, da immer mehr bekannt ist, dass die Entstehung vieler chronischer Erkrankungen, wie beispielsweise das Asthma bronchiale, durch das komplexe Zusammenspiel von genetischen Voraussetzungen und Umwelteinflüssen schon während der Schwangerschaft und der frühen Säuglingsphase beginnt.

Mit neuartigen Methoden der Epidemiologie und der Systembiologie werden z.B. Blutproben aus dem Nabelschnurblut oder Urinproben im ersten kindlichen Urin nach der Geburt mit der gemessenen Luftschadstoffbelastung während der Schwangerschaft verglichen. Die Säuglinge werden dann in regelmässigen  Abständen engmaschig im ersten Lebensjahr und weiter bis ins Schulalter nachkontrolliert und die Entstehung von Allergien, Asthma und eingeschränkter Lungenfunktion gemessen.

Das bessere Verständnis von Ursachen der Asthmaentwicklung beim Kind ist von grösster gesundheitspolitischer Relevanz, da der Zusammenhang von Umweltschadstoffen und Asthma auf der ganzen Welt vermehrt beobachtet wird.

Zusätzlich dient diese Kohorte gesunder Kinder aus der BILD Studie als Vergleichsgruppe zu zwei weiteren Studien: zur Kohorte der frühgeborenen Kinder (CLD) sowie zur Kohorte der Kinder mit Cystischer Fibrose (SCILD). Beide verfolgen das Ziel, die medizinische Betreuung dieser Patientengruppen weiter zu verbessern.